Mühlviertler Kernland (AT)

Einführung in die Pilotregion

Sanfte Hügel, dichte Wälder, bunte Wiesen, ordentlich bestellte Felder, schöne Häuser und eine gepflegte Kulturlandschaft – das ist der erste optische Eindruck, wenn man die Region Mühlviertler Kernland – nördlich von Linz und das Tor zu Tschechien – besucht. In den 18 Gemeinden der Leader-Region Mühlviertler Kernland leben rund 49.000 Menschen, das entspricht 3,5 Prozent der Bevölkerung des Bundeslandes Oberösterreich.

Die Region weist insgesamt eine Fläche von 593 qkm auf; die landschaftliche Vielfalt – Forstflächen, landwirtschaftliche Nutzflächen, Siedlungsraum, Wasser- und Hügellandschaft – zeigt sich auch im Verhältnis der Flächen zu den Einwohnern. So weisen stärker besiedelte Bereiche wie Freistadt, Wartberg und Pregarten die höchste Einwohnerdichte auf. Insgesamt liegt die Einwohnerdichte bei 110 Einwohner pro qkm.Die Landschaftsstruktur wird von durchschnittlich 40 Prozent Waldanteil und einer umfassenden Agrarlandschaft beeinflusst. Gegenüber anderen Bezirken bzw. dem Bundeslanddurchschnitt erweisen sich diese beiden Flächenformen als überdurchschnittlich hoch ausgeprägt.

Im Jahr 2007 hat sich die Region Mühlviertler Kernland als Leader Region beworben und sich vier Handlungsfelder als Schwerpunkte gesetzt:  Energievision 2020,  Neues Leben in alten Häusern/auf alten Plätzen,  Tourismus und Freizeitwirtschaft sowie  Wertschöpfungspartnerschaft – Kooperationen in Landwirtschaft und (Klein)Gewerbe.

 

Regionale Zusammenarbeit (Action research)

In der österreichischen Pilotregion Mühlviertler Kernland wurden regionale Landschaftsentwicklungsszenarios ausgearbeitet und regionale Land­schaftsqualitätsziele definiert. Das Institut für Raumplanung an der Universität für Bodenkultur hat dazu einen Prozess nach dem Modell der Action Research (Handlungsforschung) begleitet. In diesem Forschungsansatz machen sich die ForscherInnen gemeinsam mit den Menschen und Menschengruppen, welche die Zielgruppen für Forschungsergebnisse sind, auf den Weg der Erkenntnis.

Der Fokus in der Pilotregion lag auf der Einbindung der lokalen Bevölkerung und regionaler Interessensgruppen. Die gemeinsam ausgearbeiteten Szenarien zur Landschaftsentwicklung haben einen weit gefassten Landschaftsbegriff berücksichtigt und sich nicht nur mit ästhetischen Aspekten sondern auch mit Themen wie Demographie, Ressourcenpotential oder erneuerbaren Energieträgern auseinander­ gesetzt.

Im Mühlviertel besteht die Möglichkeit, Erkenntnisse aus Regionalentwicklungs- und Energieprojekten zusammenzufassen und deren positive wie negative Auswirkungen auf die Kulturlandschaftsentwicklung unter Berücksichtigung weiterer Einflussfaktoren (demographische Entwicklung, räumliche Entwicklung, Verkehrsentwicklung etc.) zu ermitteln. Kommt es zu Landschaftsveränderungen, ist sowohl mit positiven als auch negativen Einflüssen auf die Lebensqualität zu rechnen. Hier kann „Vital Landscapes“ als Rahmen dienen, um gemeinsam mit der Bevölkerung vor Ort zu erarbeiten, welche Landschaftsentwicklungsszenarios im Hinblick auf die künftige Lebensqualität im Mühlviertel angestrebt werden sollen.

 

Projektaktivitäten vor Ort

Einen Überblick zu VITAL LANDSCAPES-Aktivitäten im Mühlviertler Kernland erhalten Sie >> hier.

 

Website der Pilotregion

www.leader-kernland.at

Logo Leader-Region Mühlviertler Kernland

 

Kontakt

Gernot Stöglehner

02.10.2020
© Vital Landscapes, Große Diesdorfer Str. 56/57, D-39110 Magdeburg